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Lange Schatten meiner Stasi-Bearbeiter


Erinnerungen an Gespräche mit ehemaligen Offizieren und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS sowie SED-Funktionären


Dr. Käbisch - Lange Schatten meiner Stasi-Bearbeiter - Titelbild des Buches

Titelbild des Buches von Dr. Edmund Käbisch

Gebunden mit Schutzumschlag, 452 Seiten

Preis 25,00 €

ISBN 978-3-929351-49-1

Mit Vorwort von Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen)

und Nachwort Prof. Dr. Gisela Kittel (Vorsitzende des Vereins „D.A.V.I.D. gegen Mobbing in der evangelischen Kirche e. V.“)

Produktion und Verlag:
Editions La Colombe
Schwanenring 26
47441 Moers
E-Mail: colombe@colombe.de
Web: www.colombe.de


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Danksagung

Autor und Verlag bedanken sich für die Begleitung des Buchprojektes bei:


Verein „D.A.V.I.D. e. V. - Mobbing in der evangelischen Kirche“

D.A.V.I.D. e. V. - Mobbing in der evangelischen Kirche

Soziokulturelles Zentrum der Zwickauer Region „Alter Gasometer“

Alter Gasometer



Viele stille Geber, die nicht genannt werden möchten, haben die Herausgabe des Buches finanziell unterstützt.



Klapptext

„Hinter jeder Akte steht ein menschliches Schicksal [...] Die Rechte von Menschen zu unterdrücken, um die Macht einer Partei nicht zu gefährden, das war in großen Teilen Auftrag der Stasi, aber auch von SED-Funktionären. Die Stasi-Akten geben davon ein schriftliches Zeugnis.

In den Akten steht aber auch vieles über das Leben und Funktionieren derer, die Verantwortung für die Unterdrückung getragen haben: inoffizielle Mitarbeiter, hauptamtliche Offiziere, Funktionsträger der Partei. Die Dokumente des MfS beschreiben nämlich auch das Funktionieren in einer Unterdrückungsbürokratie und einem Geheimpolizeiapparat und beleuchten damit, wie Menschen zu Handlangern der Repression wurden.“

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Seit 1992 suchte Edmund Käbisch das offene Gespräch mit DDR-Zeitzeugen, Akteuren des Regimes, die ihn als „Feind“ angesehen, behandelt und bearbeitet hatten. In freiwillig und offen geführten Gesprächen, Briefwechseln und öffentlichen Diskussionen wurden Erfahrungen und Sichtweisen der SED-Diktatur und im Umgang mit der Vergangenheit ausgetauscht. „Ich spürte, dass die meisten der über fünfzig Zeitzeugen sich für ihr damaliges und heutiges Denken, Reden und Handeln verantwortlich fühlen, aber zum Teil auch ihre Geheimdienstarbeit glorifizieren. Aus meiner Sicht haben diese Zeitzeugen mit dazu beigetragen, dass sich das Ende der DDR 1989 in unserem Land als Friedliche Revolution ereignen konnte und es nicht zu Gewalt oder Eskalation kam.“

Ausgehend von seiner eigenen OV-Akte nähert sich Käbisch in Forschung und Gesprächen den Motiven, Vorgehensweisen und Akteuren der Stasi an. Er dokumentiert das „Zwickauer Modell“, eine planmäßige Einflussnahme auf die Evangelische Kirche in Sachsen. Kirchliche Amtsträger sollten im Sinne von SED und Stasi die „Kirche von unten“ und deren Streben nach Freiheit, Menschenrechten und Demokratie unterdrücken und so unbewusst zu effektiven Erfüllungsgehilfen der Diktatur werden. Die langen Schatten dieser Methode wirken bis heute nach, was nicht nur der Autor am eigenen Leib erfahren musste, sondern auch ein Grund für den dramatischen Vertrauensverlust und den Einbruch der Mitgliederzahlen der Evangelischen Kirche ist.

Das sollte man über den roten Keil wissen

Der rote Keil prägt den Umschlag dieses Buches, entworfen vom Zwickauer Künstler Christian Siegel, der die tiefe Hintergründigkeit dieses Symbols kennt. Der sowjetische Konstruktivist und Kommunist El Lissitzky benutzte den roten Keil für ein Propagandaplakat aus dem Jahr 1919 mit den Worten: „Schlagt die Weißen mit dem roten Keil“. Diese radikale Kampfansage für Rotgardisten, und damit für alle Kommunisten, sollte zeigen, dass sie nur über Kampf und Vernichtung ihr Ziel erreichen könnten. In der Sowjetunion hinterließ diese Ideologie eine grausame Blutspur, deren Opfer keiner je zählen konnte. Für die Führungsriege der DDR und die SED war die Sowjetunion das allergrößte Vorbild, nach dem Motto: „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!“ So gehörten für die Stasi der Begriff Tscheka – der Name der ersten sowjetischen Geheimpolizei, die gegen die eigene Bevölkerung vorging – und deren Begründer, Feliks Dzierzynski, zu den Idolen ihrer konspirativen Arbeit. Die Stasi-Mitarbeiter bezeichneten sich selbst als „wir Tschekisten“. Die Stasi kämpfte im Auftrag der SED unerbittlich für das Ziel, über den Zwischenschritt Sozialismus den Kommunismus als beste Gesellschaftsform zu erreichen. Im vorliegenden Buch schildere ich, wie dieser Kampf während der 1980er Jahre in Zwickau ablief. Doch steht die Stadt auch beispielhaft für alle anderen Orte der DDR.

Christian Siegel zitiert in der Gestaltung des Covers einige markante Sätze aus meinem Buch. Der rote Keil wurde ihm zu einer Art Synonym für die Arbeit der Stasi, die mit allen Mitteln gegen den christlichen Glauben und die Kirche vorging, was tiefe Spuren hinterließ und bis heute nachwirkt. Nach der Friedlichen Revolution lösten sich Stasi und SED zwar auf, aber damit war die Kampfansage des roten Keils nicht gestorben. Sie lebt weiter in der Partei Die Linke, die über Sie lebt weiter in der Partei Die Linke, die über das „I“ ihres in Großbuchstaben geschriebenen Logos den roten Keil gesetzt hat.

Die Linke

Kurzbeschreibung des Buches

Aus verschiedenen Perspektiven stelle ich die Ereignisse vor und nach der Friedlichen Revolution dar:

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