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Buchpräsentation - Schumannhaus


Autor Käbisch


Dr. Käbisch - Der Wahn der reinen Rasse

Dr. Edmund Käbisch

Zur Buchvorstellung habe ich Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt bewusst als Ehrengäste eingeladen. Sie sitzen in den ersten Reihen. Sie standen noch nie auf dem Treppchen von Ehrungen und werden sicherlich auch dort nie stehen. Sie sind Menschen, die einfach für andere da sind und nicht nur an sich selbst denken. Sie sind für mich stille Heldinnen und Helden, die unsere Gesellschaft und das Gemeinwesen wärmer und lebenswerter machen. Heute soll ihr Handeln gewürdigt und ihnen dafür öffentlich gedankt werden. Sie haben es verdient, obwohl kein Euro damit verbunden ist!

Aber es soll so ähnlich sein wie bei der Fernsehsendung „XY… ungelöst“. Einmal jährlich werden normale Bürger, die Mut und Zivilcourage zeigten, geehrt und ausgezeichnet. Sie erhalten dafür den XY-Preis mit 10 000 Euro als Anreiz für alle Zuschauer, ihnen nachzueifern. Jedoch für diese Ausgezeichneten gehört ihr Handeln zum selbstverständlichen Anstand des Abendlandes, den es in unserem Land - Gott sei gedankt – immer noch gibt!

Von den Ehrengästen werde ich sechs beim Namen nennen und kurz ihr Wirken darstellen. Sie stehen stellvertretend für viele andere, die der Stimme ihres Gewissens und Herzens oder der Nächstenliebe folgen. Ihnen nachzueifern, ist mein Wunsch!

Achim Barth, der über Jahrzehnte der Leiter vom „Hermann-Gocht-Hause“ ist. Er ist selbstlos, aufopferungsbereit und sachlich kompetent für die ihm Anvertrauten, die in dem geschützten Heim für Mehrfachgeschädigte leben. Er inspirierte mich, dass ich selbst begann, nach dem NS-Medizinverbrechen zu recherchieren, um den Opfern ein Gesicht zu geben. Detlev Hoffmann, der 1989 als Physiker seinen festen staatlichen Arbeitsplatz verloren hat. Er hatte sich mit der chinesischen Protestbewegung in Peking solidarisiert und wurde arbeitslos. Heute ist er nach seinen Möglichkeiten zu einem Unterstützer von Projekten geworden, die die menschliche Vielfalt und Genialität unserer Heimat widerspiegeln, die jedoch keine Lobby habe. Kerstin Allstädt und Bernd Zilinski, beide haben damals als ABM-Kräfte an der Aufarbeitung der Zwangssterilisation und „Euthanasie“ mitgearbeitet. Heute setzen sie sich weiterhin freiwillig, unentgeltlich und selbstverständlich zur Erhellung dieses Verbrechens in der Hoffnung ein, damit es sich nie wiederhole. Hans-Joachim Barnewitz, bekannt als Hajo, der sich bereits zu DDR-Zeiten für die Bewahrung der Schöpfung engagiert hatte und weiterhin bis heute dafür brennt (z. B. Besetzung in Lützerath). Er sorgt sich vorbildlich um Menschen mit Handicaps. Joachim Hahn, er war einst ein Betreuer für Menschen mit Handicaps. Er war eingeladen und musste absagen, weil er selbst zu einem Betreuungsfall geworden ist und heute nicht in der Lage war, hierher zu kommen.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, all die in den ersten Reihen sitzen, selbst zu fragen, wie sie mit dem Buch, mit mir und der Aufarbeitung verbandelt sind.

Überlegungen zur Gestaltung des Einbands - Christian Siegel


Überlegungen zur Gestaltung des Einbands. Zur Vorarbeit der visuellen Gestaltung eines Covers gehörte die Beschäftigung mit den Recherchen und Texten des Druckwerkes. Bei dem vorliegenden Werk, das eine wissenschaftliche Geschichtsaufarbeitung schwieriger und schlimmer Verbrechen ist, war diese um so intensiver. Das Lesen des ersten Manuskriptes bescherte mir mehrere schlaflose Nächte! ...

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Christian Siegel

Christian Siegel

Verleger Christoph Lenhartz zum Buch


Der „Wahn der reinen Rasse“ ist weit mehr als eine zeithistorische Darstellung von NS-Medizinverbrechen und dem Umgang mit diesen in SBZ und DDR. Von wirklicher Aufarbeitung zu sprechen, wäre ja anhand der Erkenntnisse in diesem Buch vermessen... Edmund Käbisch eröffnet uns in einem einzigen Werk zahlreiche Perspektiven auf diesen Teil unserer Geschichte...

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Christoph Lenhartz

Christoph Lenhartz

Laudation zum Buch - Hagen Markwardt, die aber wegen Krankheit von Dr. Lutz Mahnke (Leiter der Zwickauer Ratsschulbibliothek) vorgelesen wurde


Meiner sehr geehrten Damen und Herren, es freut mich, dass ich heute an der Präsentation des Buches „Der Wahn der reinen Rasse“ teilnehmen kann und dabei einige Worte an Sie richten darf. Im Ablauf heißt der Programmpunkt „Laudatio“, es ist also an mir „lobende Worte“ zu sprechen. Als Mitarbeiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein zur Erinnerung an die Opfer der NS-Krankenmorde könnte ich es kurz machen und ein schnelles, ganz praktisches Lob verkünden: ...

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Dr. Lutz Mahnke

Dr. Lutz Mahnke