Nach der friedlichen Revolution von 1989 bemühe ich mich nach dem Motto "Zur Zukunft gehört die Erinnerung" die beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts aufzuarbeiten.
Aktivitäten
-
Stetes Bemühen für eine situativ-missionarische
Verkündigung der frohmachenden Botschaft von Jesus Christus
- Verantwortliches
Engagement im sozial-politischen Bereich, das in der DDR-Zeit zur Bearbeitung
durch die Stasi im OV "Kontrahent" führte
- Als
protestantischer Christ eigene Weltverantwortung übernehmen und sich
in die Gesellschaft einbringen
- Bekenntnis, Mut und Zivilcourage
sind christliche Tugenden
1990 Aufbau der
Partnerschaft zur Kirchgemeinde Nkwatira mit
einem übergemeindlichen Tanzania-Ausschuss
seit
1992 historische Aufarbeitung des Verhältnisses Kirche und SED-Staat,
die Ergebnisse
wurden
bei unterschiedlichsten Veranstaltungen oder durch Vorträge der Öffentlichkeit
vermittelt.
Z. T. wurden die
Erkenntnisse in Art von Samisdaten veröffentlicht.
ab 1993 Teilnahme an den "OV-Treffen" in Berlin; es war eine freiwillige Zusammenkunft von DDR-Bürgern,
die von der Stasi in Operativen Vorgängen bearbeitet wurden; es wurde versucht über die Methoden der Stasi
und die Schäden der Zersetzungsmaßnahmen offen und ehrlich zu reden; dabei wurde gegenseitig Unterstützung
und Hilfe bei der Aufarbeitung angeboten; niemand sah sich dafür in der Gesellschaft verantwortlich
Gründung der Zwickauer Arbeitsgruppe des Konziliaren Prozesses "Vergangenheitsaufarbeitung"; SED und
Stasi hatten ein neue Form der Kirchenzersetzung eingeführt mit dem Namen "Zwickauer Modell"(Audio-MDR ); die Arbeitsgruppe
strebte Gespräche an, um die Kluft zwischen der Amtskirche und der Kirche von unten zu überwinden;
weiterhin fanden zielstrebig Begegnungen und öffentliche Gesprächforen statt, auf denen sich die einstigen Täter
(IM, Stasioffiziere, SED-Funktionäre) und Opfer begegnen und Schritte der Versöhnung beginnen konnten
seit 1994 aktive Mitarbeit in der Selbsthilfegruppe "Versöhnung in Wahrheit"(s. Erklärung) von kirchlichen Angestellten,
die einst von der SED und Stasi massiv bearbeitet wurden aber heute von der Kirche als Art "Störenfriede" und
"Unruhestifter" behandelt werden, weil die Amtskirche die bekannt gewordenen historischen Wahrheiten der
Verstrickungen von Staat und Kirche verheimlichen und abdeckeln will
1998 der Oberbürgermeister der Stadt Zwickau berief mich zum Patientenfürsprecher
1999 Gründungsmitglied des Vereins D.A.V.I.D.
e.V. - Gegen Mobbing in
der evangelischen Kirche
Versetzung in den Ruhestand
jährlicher Vertag mit dem Regionalschulamt Zwickau als Religionslehrer, da ein Religionslehrermangel besteht
2002
Ausstellung auf Burg Schönfels: "Die Bibel in unserer Region"
2003
Wanderausstellung: "Die Bibel in der Region Zwickau"
2004
Wanderausstellung: "Bibel
in den beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts"
Projekt
am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Zwickau und Clara-Wieck-Gymnasium
"Zur
Zukunft gehört die Erinnerung" - daraus hat sich
die Wanderausstellung entwickelt:
"Christliches
Handeln
in der DDR - Die Stasibearbeitung der
Kirche in Zwickau und Werdau
Beginn
der Aufarbeitung
des Verbrechens der Zwangssterilisation und Euthanasie
im Erbgesundheitsgericht
Zwickau
2005
Projekt der Religionsschüler vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium "Sterilisation
und Euthanasie während
des Nationalsozialismus" und daraus ist eine Wanderausstellung
entstanden: www.euthanasie-ausstellung.de
Einweihung
einer Gedenktafel für
die Opfer der Zwangssterilisation und Euthanasie
während
des Nationalsozialismus
Übergabe
der Dokumente der Euthanasie ans Stadtarchiv Zwickau und Reichenbach (Link)
Religionsschüler
beteiligten sich an unterschiedlichen Wettbewerben
und sie erreichten
unterschiedliche Preise und
Ehrungen (Link)
2006 Einbindung des Schülerprojektes in die Woche der Demokratie und
Toleranz (Link)
Öffentliche Podiumsdiskussion zum
Thema Euthanasie
Beginn des Schülerprojektes "Schüler
werden Lehrer"
Schulen aus den
Städten
Kamenz, Schneeberg, Leipzig
und Magdeburg beginnen,
das Nazi-Verbrechen
ihrer Region aufzuarbeiten
2007
zu den Tagen der Demokratie und Toleranz wurden öffentliche Podiumsdiskussionen
zur DDR-Geschichte
und dem Euthanasieverbrechen durchgeführt
das Colditzer Verbrechen
der Euthanasie wurde im dortigen Schloss öffentlich gemacht
Beschluss des Zwickauer Stadtrates, jährlich der Opfer der Zwangssterilisation und Euthanasie zu gedenken
wurde vom Regionalschulamt nicht mehr als Religionslehrer angefordert
2008 Reichenbach: Eröffnung der Ausstellung "Christliches Handlen in der DDR" und
Vortrag "Stasi, Kirche und Schule" - Holm Singer als IM "Schubert" erwirkte beim Landgericht Zwickau eine einstweilige
Verfügung, dass sein Name nicht genannt werden darf, die Ausstellung wurde abgebaut
Klage wurde abgewiesen und die Ausstellung wurde wieder aufgebaut, aber der Prozess der Namensnennung wurde
bis zum Jahr 2010 weitergeführt
Vorträge und Veranstaltungen zu den Demokratietagen
Errichtung einer Lehr-, Lern-, Informations- und Begegnungstätte für die Aufarbeitung
der beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts im Zwickauer Hilfe Zentrum e.V.
Gedenkveranstaltungen zum 30. Todestages der Selbstverbrennung von Pfarrer Rolf Günther
Einweihung der Gedenktafel für die Werdauer Oberschüler im Landgericht Zwickau
Beendigung meiner Tätigkeit als Patientenfürsprecher
2009 Vorträge zum Thema "Mein Pfarreralltag in der DDR" und das "Zwickauer Modell"
Seminare in Schulen zum Thema "Zwangssterilisation und Euthananie"
Vorträge und Veranstaltungen zu den Demokratietagen
2010 Eröffnung der Ausstellung "Aufbruch zur Mündigkeit"
das Landgericht Zwickau bestätigte, dass der Name Holm Singer genannt werden darf, da sein IM-Tätigkeit eine wahre Tatsache ist
Vorträge und Veranstaltungen zu den Demokratietagen
Jubiläumsausstellung "Die Bibel in den beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf der Burg Schönfels
unter der Schirmherrschft des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich
Buchvoröffentlichung "Akteure der Friedlichen Revolution" mit meinem Sohn David Käbisch
2011 Buchveröffentlichung "Zumutbare Wahrheiten"
Buchveröffentlichung "Politisch Verfolgte in der DDR"
2012 30. Januar, Ministerpräsident Stanislaw Tillich besuchte die Ausstellung der Religionsschüler „Zwangssterilisation und Euthanasie während des Nationalsozialismus“
im Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau (in Kooperation mit WEITERDENKEN der Heinrich Böll Stiftung Sachsen und Zwickauer Hilfe Zentrum).
Links: CWG ; Schülerinterview ; Freie Presse ; Wochenspiegel + Blick ; Zwickauer Presse-Agentur
7. Februar, Buchvorstellung „Politisch Verfolgte in der DDR". Materialien und Kopiervorlagen für den Geschichts-, Ethik- und Religionsunterricht
im Justizgebäude Zwickau vorgestellt. Link
Veröffentlichungen
Die letzten
Jahre der DDR. Mein Alltag als evangelischer Pfarrer in Zwickau
in: Clemens Vollnhals und Jürgen Weber "Der Schein der Normalität",
München 2002
Aus Akten und Dokumenten
zur Malerin Tatjana Lietz
in: Christian Siegel "Bilderwelten Tatjana Lietz", Chemnitz Verlag
2002
Erinnerungen
an meine Arbeit am Dom
in: Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e. V. "Zur Zukunft gehört die Erinnerung",
Hoyerswerda 2006, S. 88 ff.
"Das
Fanal von Falkenstein" - Eine Studie über
die Zersetzung der Kirche durch die Stasi nach der Selbstverbrennung des
Pfarrers Rolf Günther
beim Verlag La Colombe, Bergisch Gladbach 2007
Die psychiatrische Anstalt Colditz in den Jahre 1938 bis 1939
in: Ärzteblatt Sachsen 8/2008, S. 428 ff.
Zwangssterilisation und Euthanasieverbrechen in Zwickau 1933 bis 1945. Ergebnisse eines Schülerprojektes im Religionsunterricht.
in: Cygnea - Schriftenreihe des Stadtarchivs Zwickau, Nr. 6, 2008, S. 67 ff.
Materialiensammlung für Schulen "Akteure der friedlichen Revolution"
Editions La Colombe, Moers 2010
"Zumutbare Wahrheiten". Erfahrungen mit der Aufarbeitung der beiden deutschen Diktaturen in der Landeskirche Sachsens. Mit Praxisbeispielen für Bildungsarbeit in Schulen und Gemeinden
Editions La Colombe, Moers 2011
"Politisch Verfolgte in der DDR". Materialien und Kopiervorlagen für den Geschichts-, Ethik- und Religionsunterricht
Editions La Colombe, Moers 2011